Elektrische Gleichfelder (Elektrostatik)
Elektrische Gleichfelder entstehen durch elektrische Gleichspannung an Kunststoffoberflächen und Synthetikfasern, z.B. Teppiche, Gardinen, Tapeten, beschichtete Möbel, Lacke, Schaumgummi ... oder an Bildschirmen, z.B. Fernsehern Computern, Datensichtgeräten.
Maßeinheit
Elektrische Feldstärke in Volt (V), frequenzlos
Physikalisches Verhalten
Die Elektrostatik rührt von den Kräften her, die elektrische Ladungen aufeinander ausüben. Das elektrische Feld ist ein gerichtetes Vektorfeld und kommt unter anderem zustande durch Ladungstrennung (z.B. Abstreichen von Kunststoffoberflächen). Im Organismus provoziert Elektrostatik elektrische Ladungsumverteilungen, Ströme und Spannungsabfälle. Der Körper kann unter Spannung gesetzt werden und entlädt sich an geerdeten Teilen schockartig, teilweise mit schmerzhaften elektrischen Schlägen und sichtbaren Blitzen (ab Ladungen von mehreren tausend Volt). Die größte und bekannteste Auswirkung statischer Elektrizität ist der Blitz mit bis zu 300 Millionen Volt. Erhöhte Luftelektrizität z.B. bei Fönwetterlage ist ebenfalls weitläufig bekannt.
Messtechnik
Mittels Elektrofeldmetern, Elektrostatiksensoren oder Feldmühlen wird entweder die Oberflächenspannung eines auffälligen Materials oder die Feldstärke im Raum, die Luftelektrizität in der Umgebung elektrostatisch auffälligen Materials gemessen.
Feldreduktion
Entfernen der Verursacher. Oberflächenbehandlung auffälliger Materialien.
Baubiologische Richtwerte für den Schlafbereich
| Elektrische Gleichfelder | unauffällig | schwache Auffälligkeit | starke Auffälligkeit | extreme Auffälligkeit |
Werte gelten für auffällige Materialien und Geräte in Körpernähe und raumdominierende Flächen

